LOCTITE EA 3423 thixotroper 2K-Epoxid-Strukturklebstoff
LOCTITE EA 3423 ist ein zweikomponentiger Epoxid-Strukturklebstoff für Verklebungen von Metallen, Keramik, starren Kunststoffen und Holz. Die thixotrope, pastöse Formulierung ist standfest und eignet sich dadurch auch für senkrechte Flächen und unebene Fügestellen. Harz und Härter werden aus der Doppelkammerkartusche gemischt und härten anschließend bei Raumtemperatur aus. Diese Ausführung wird in der 200-ml-Doppelkammerkartusche geliefert.
Produkthighlights
- Breites Werkstoffspektrum: Geeignet für Metalle, Keramik, starre Kunststoffe und Holz.
- Thixotrop und standfest: Die pastöse Mischung bleibt auch an senkrechten Flächen an der Auftragsstelle.
- Für unebene Fügestellen: Die Konsistenz unterstützt das Füllen von Spalten zwischen rauen oder unebenen Oberflächen.
- Lange Ausrichtungszeit: Mit etwa 180 Minuten bleibt ausreichend Zeit zum Positionieren der Bauteile.
- Raumtemperaturhärtend: Nach dem Mischen härten Harz und Härter ohne zusätzliche Wärmezufuhr aus.
- Handfest nach einigen Stunden: Bei 22 °C wird nach etwa 3 Stunden Handfestigkeit erreicht.
Anwendung und Einsatzgebiet
LOCTITE EA 3423 eignet sich besonders für Verklebungen, bei denen eine standfeste Klebstoffraupe erforderlich ist. Dazu gehören senkrechte Flächen, unebene Fügestellen und Bauteile, bei denen ein dünnflüssiger Klebstoff aus der Fuge laufen würde.
Geprüfte Werkstoffgruppen umfassen Metalle, Keramik, starre Kunststoffe und Holz. Dadurch eignet sich das Produkt sowohl für gleichartige als auch für unterschiedliche Materialpaarungen, sofern die jeweilige Anwendung und Oberflächenbeschaffenheit geeignet sind.
Zusammensetzung und Konsistenz
LOCTITE EA 3423 ist ein zweikomponentiger Epoxidharzklebstoff. Das Harz ist grau und pastös, der Härter beige und ebenfalls pastös. Nach dem Vermischen entsteht eine graue, thixotrope Klebstoffmischung.
Die hohe Viskosität sorgt dafür, dass der Klebstoff unter Druck gut verarbeitet werden kann, nach dem Auftrag jedoch an der vorgesehenen Stelle bleibt. Für das Harz werden bei 25 °C etwa 100.000 bis 400.000 mPa·s angegeben, für den Härter etwa 200.000 bis 500.000 mPa·s.
Verarbeitung und Aushärtung
Die zu verklebenden Oberflächen sollten sauber, trocken und möglichst frei von Öl und Fett sein. Harz und Härter werden aus der Doppelkammerkartusche im vorgesehenen Verhältnis dosiert und über einen statischen Mischer homogen vermischt.
Nach dem Auftrag werden die Bauteile zusammengefügt. Die angegebene Ausrichtungszeit beträgt etwa 180 Minuten. Während der Aushärtung sollten die Teile in ihrer vorgesehenen Position fixiert bleiben.
Bei 22 °C wird nach etwa 3 Stunden Handfestigkeit erreicht. Die endgültige Belastbarkeit steht erst nach vollständiger Aushärtung zur Verfügung.
Höhere Umgebungstemperaturen können die Aushärtung beschleunigen. Der tatsächliche Aushärteverlauf hängt jedoch von Temperatur, Schichtdicke, Bauteilgeometrie und Materialpaarung ab.
Hinweis zur Handfestigkeit:
Die Handfestigkeit nach etwa 3 Stunden ist nicht mit vollständiger Aushärtung gleichzusetzen. Vor hoher mechanischer Belastung sollte die Klebeverbindung vollständig ausgehärtet sein.
Festigkeit und Belastbarkeit
Auf sandgestrahltem Edelstahl erreicht LOCTITE EA 3423 unter den angegebenen Prüfbedingungen eine Zugscherfestigkeit von etwa 13 bis 17,5 N/mm² nach ISO 4587.
Auf geschmirgeltem Aluminium werden etwa 7 bis 12 N/mm², auf gebeiztem Aluminium etwa 7 bis 11 N/mm² und auf feuerverzinktem Stahl etwa 5 bis 11 N/mm² angegeben.
Der ausgehärtete Klebstoff erreicht eine Zugfestigkeit von etwa 24 N/mm², eine Druckfestigkeit von etwa 64 N/mm² und eine Shore-Härte von etwa 70 bis 80 Shore D. Die Dehnung beträgt etwa 2 %, sodass die ausgehärtete Klebefuge vergleichsweise hart und steif ist.
Die angegebenen Festigkeitswerte sind Laborwerte und dürfen nicht unmittelbar als zulässige Traglast realer Bauteile verwendet werden. Die tatsächlich erreichbare Belastbarkeit hängt unter anderem von Werkstoff, Oberflächenvorbereitung, Klebefläche, Fügespalt, Belastungsart und Aushärtungszustand ab.
Technische Spezifikationen
| Parameter | Spezifikation |
|---|
| Produkt | LOCTITE EA 3423 |
| Gebinde | 200 ml Doppelkammerkartusche |
| Technologie | Epoxidharz |
| Komponenten | 2-komponentig, Harz und Härter |
| Geeignete Materialien | Metalle, Keramik, starre Kunststoffe und Holz |
| Farbe der Mischung | Grau |
| Konsistenz | Pastös, thixotrop und standfest |
| Aushärtung | Bei Raumtemperatur nach dem Mischen |
| Ausrichtungszeit | Ca. 180 Minuten |
| Handfestigkeit bei 22 °C | Ca. 3 Stunden |
| Shore-Härte | 70 bis 80 Shore D |
| Zugfestigkeit | Ca. 24 N/mm² |
| Druckfestigkeit | Ca. 64 N/mm² |
| Dehnung | Ca. 2 % |
| Zugscherfestigkeit Edelstahl, sandgestrahlt | 13 bis 17,5 N/mm² |
| Zugscherfestigkeit Aluminium, geschmirgelt | 7 bis 12 N/mm² |
| Zugscherfestigkeit Aluminium, gebeizt | 7 bis 11 N/mm² |
| Zugscherfestigkeit feuerverzinkter Stahl | 5 bis 11 N/mm² |
Hinweis zu technischen Prüfwerten:
Die angegebenen Festigkeits- und Aushärtungswerte wurden unter definierten Prüfbedingungen ermittelt. Die tatsächliche Leistung einer konkreten Klebeverbindung kann abhängig von Werkstoff, Oberflächenvorbereitung, Geometrie, Klebefläche und Aushärtungsbedingungen abweichen.
Häufig gestellte Fragen
Für welche Materialien eignet sich LOCTITE EA 3423?
LOCTITE EA 3423 ist für Verklebungen von Metallen, Keramik, starren Kunststoffen und Holz vorgesehen.
Was bedeutet thixotrop?
Der Klebstoff wird unter Druck beziehungsweise beim Verarbeiten fließfähiger, bleibt nach dem Auftrag jedoch weitgehend an der vorgesehenen Stelle. Dadurch eignet er sich besonders für senkrechte Flächen.
Wie lange kann LOCTITE EA 3423 ausgerichtet werden?
Die angegebene Ausrichtungszeit beträgt etwa 180 Minuten. Damit bleibt vergleichsweise viel Zeit zum Positionieren der Bauteile.
Wann ist LOCTITE EA 3423 handfest?
Bei 22 °C wird nach etwa 3 Stunden Handfestigkeit erreicht. Die endgültige Festigkeit entwickelt sich erst während der weiteren Aushärtung.
Eignet sich LOCTITE EA 3423 für unebene Fügestellen?
Ja. Die thixotrope und pastöse Konsistenz unterstützt das Überbrücken und Füllen von Spalten zwischen rauen oder unebenen Oberflächen.
Ist die Glasübergangstemperatur von 55 °C die maximale Einsatztemperatur?
Nein. Die Glasübergangstemperatur ist ein Materialkennwert aus einer definierten Prüfung und darf nicht automatisch als maximale Dauer-Einsatztemperatur interpretiert werden.
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